Türspion
Die Amazon-Tochter Blink bietet ein breites Sortiment an Video-Überwachungskameras an. Ganz neu im Portfolio ist das Modell Outdoor 2K+, das wir zum Praxistest erhalten haben. Erfahren Sie hier, wie die Einrichtung klappt, welche Funktionen an Bord sind und wie zuverlässig sie arbeitet.
WLAN-Überwachungskamera Blink Outdoor 2K+
Die Blink Outdoor 2K+* ist mit weißem oder schwarzem Gehäuse erhältlich. Für die Verbindung mit dem Internet wird zusätzlich ein Sync-Modul benötigt. Beides ist praktischerweise direkt im Karton enthalten. Wer dies bereits hat, kann die Kamera auch einzeln für rund 90 Euro erwerben.
Bevor wir mit der Einrichtung beginnen, werfen wir zunächst einen Blick auf die technischen Daten. Wie der Produktname bereits verrät, ist die Kamera für die Außenmontage geeignet. Sie kann aber natürlich auch im Innenbereich eingesetzt werden. Mit einer Auflösung von 2K liefert sie eine Bildauflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Zur Montage liegt der kompakten Kamera eine Wandhalterung samt passender Schrauben bei. Dank integriertem Mikrofon und Lautsprecher verfügt sie über eine 2-Wege-Kommunikation. Außerdem besitzt sie unter anderem eine Nachtsicht-Funktion.
Schnelle Einrichtung
Wir haben unser Testgerät mittig an unserer Wohnungstür montiert.
Sie können die Kamera natürlich auch im Innenraum – beispielsweise an der Wohnungstür installieren. Die mitgelieferte Schnellstartanleitung fordert dazu auf, die Blink Home App zu installieren und den Anweisungen zu folgen. Weiterführende Informationen sind in der Anleitung nicht enthalten. Allerdings bietet Blink auf seiner Website zusätzliche Erklärvideos an.
Im ersten Schritt müssen wir ein kostenfreies Konto mit einer gültigen E-Mail-Adresse erstellen. Nach der Verifizierung wird zusätzlich eine Telefonnummer verlangt, um mit der Einrichtung fortzufahren. Im letzten Schritt können Sie optional ein vorhandenes Amazon-Konto mit dem Blink-Konto verknüpfen. Dies ist jedoch keine Pflicht.
Ist das Benutzerkonto angelegt, müssen Sie zunächst das Sync-Modul einrichten. Dieses wird praktischerweise mit einem USB-Kabel samt Netzteil geliefert, sodass Sie sofort starten können. Das Hinzufügen neuer Geräte erfolgt unkompliziert über das Scannen des jeweiligen QR-Codes und der anschließenden Eingabe der WLAN-Zugangsdaten.
Alles an BordBeim Einrichten der Kamera werden Sie aufgefordert, die rückseitige Abdeckung mit dem mitgelieferten Werkzeug zu öffnen und die Batterien einzulegen. Auf seiner Rückseite ist zudem noch ein USB-Slot zu finden, mit dem Sie die Kamera mit optional erhältlichen Zubehör auch per Stromzufuhr betreiben können.
Ist die Kamera mit dem Sync-Modul verbunden, steht die WLAN-Verbindung und die Kamera ist einsatzbereit. Während der Ersteinrichtung wird außerdem automatisch ein 30-tägiger Testzeitraum des kostenpflichtigen Dienstes Blink Plus aktiviert. Dieser kostenpflichtige Dienst erlaubt unter anderem eine Personen- und Fahrzeugidentifizierung sowie das Speichern von Aufnahmen über mehrere Tage.
Umfangreiche App Die Blink-Home-App bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. So können Sie bereits zu Beginn festlegen, ob Aufzeichnungen 5 oder 30 Sekunden dauern sollen und in welcher Auflösung aufgenommen wird. Dies hat selbstverständlich auch Einfluss auf die Batterielaufzeit. Blink gibt diese mit bis zu zwei Jahren an – abhängig davon, wie häufig die Kamera aktiviert wird und Aufnahmen erstellt.
Im Hauptmenü der App wird das zuletzt aktive Foto angezeigt. Sie können hierüber die Benachrichtigungen aktiveren und deaktivieren und zu den bereits aufgezeichneten Inhalten gelangen. Innerhalb der Einstellungen können Sie die Bewegungsempfindlichkeit regulieren, die Lautsprecherlautstärke einstellen und Bewegungszonen und Privatsphärenbereiche festlegen. Auf Wunsch können Sie eine Videoaufnahme auch manuell starten und speichern oder auch automatisch jede Stunde ein Foto aufnehmen lassen. Die App bietet auch die Verknüpfung mit Amazon, Alexa und dem Dienst Neighbours an.
Zuverlässige Benachrichtigung Innerhalb unserer Praxistests informierte unsere Kamera zuverlässig per Pushnachricht, dass sich jemand unserer Wohnungstür nähert. Sie können das aktuelle Foto bis zu einem 4-fachen Zoom vergrößern. Bei der Montage im Außenbereich ist vor allem das Festlegen von Privatsphärenzonen interessant. Damit können Sie mögliche Gehwege ausblenden. Weiterhin können Sie innerhalb des Menüs auch die Personen- und Fahrzeugerkennung aktiveren. Hierfür ist man aber zwingend auf das kostenpflichtige Abo angewiesen. Ohne dies werden Sie aber dennoch zuverlässig bei Bewegungen informiert und können jederzeit auf das Live-Bild der Kamera zugreifen.
Mit seiner IP-Schutzklasse 65 ist die Kamera beim Einsatz als Outdoor-Kamera auch gegen Strahlwasser geschützt. Dennoch empfiehlt es sich grundsätzlich Außenkameras etwas geschützt – beispielsweise unter einem Vordach zu installieren.