Service Fernsehen per Kabel, Satellit und Internet - News, Bild
Die Deutsche Telekom bietet für ihr „MagentaTV“ verschiedene Empfangsmöglichkeiten an

Wer auf Sat-Empfang umrüsten und die bestehende Verkabelung behalten will, findet mit einem Einkabel-Multischalter die perfekte Lösung

Satelliten-Empfang bietet eine große Auswahl an TV-Programmen
23.05.2024
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Fernsehen per Kabel, Satellit und Internet

TV-Kabel

 Wenn am 1. Juli das Nebenkostenprivileg weggefallen ist, werden die Kabelnetzbetreiber Zug um Zug die bisher freigeschalteten TV-Anschlüsse in Gemeinschaftsanlagen abschalten. Um dafür gerüstet zu sein – und damit alles bleibt wie bisher – müssen Sie einen eigenen Vertrag beim Kabelanschlussanbieter abschließen. Welcher Anbieter bei Ihnen für den bisherigen TV-Empfang zuständig ist, erfahren Sie von ihrem Vermieter. Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Vodafone bietet unter www.vodafone.de/privat//fernsehen/kabelfernsehen/nebenkosten.html auch einen Empfangscheck an. Weitere Anbieter von Kabelanschlüssen sind beispielsweise PYUR, die deutsche Glasfaser, EWE, Netcologne und wilhelmtel.  

 Die Kosten für den reinen TV-Kabelanschluss liegen meist um die 10 Euro. Die Anbieter locken aber mit Kombi-Angeboten, die zusätzlich dann weitere TV-Pakete, Internet und Telefonie enthalten. Hier sind die Kosten dann natürlich dementsprechend höher.   

 Satellit

Die klassische Satellitenanlage bietet unabhängigen TV-Empfang, darf aber nicht überall montiert werden. Neben der Genehmigung durch den Vermieter ist eine freie Sicht nach Süden Voraussetzung für einwandfreien Sat-Empfang. Über die Astra-Satelliten können Sie alle wichtigen deutschsprachigen TV-Sender empfangen. Neben der Sat-Antenne, die Sie mit einem Universal-LNB (dem Empfangskopf) ausstatten müssen, benötigen Sie noch einen Sat-Receiver oder einen Fernseher mit eingebautem Sat-Empfang. Die meisten TV-Geräten haben diesen heute schon direkt mit eingebaut. Um die privaten Programme oder Angebote wie Sky in HD-Qualität über Satellit zu empfangen, müssen Sie zusätzlich bezahlen. Die Privatsender werden über den Anbieter HD+ angeboten. Hier können Sie den TV-Empfang über ein CI+-Modul oder einen HD+-Receiver realisieren. Sky bietet ebenfalls ein CI+-Modul sowie einen entsprechende Sky- Sat-Receiver an.   

Unabhängiger Sat-Empfang ist gerade für größere Wohnhäuser eine interessante Alternative zum Kabel-TV-Anschluss. Mit der so genannten Einkabellösung können Sie die bestehende Verkabelung weiterhin nutzen und das gesamte Haus auf Satelliten-TV umstellen. Hier wird die Sat- Antenne dann an einem zentralen Ort, beispielsweise dem Dach installiert, und per Einkabel-Lösung (Unicable) an die jeweiligen bereits bestehenden Anschlüsse verteilt. Einkabel- Lösungen für den Satellitenempfang bietet zum Beispiel der Hersteller Axing an.  

DVB-T2 und FreenetTV  

Gänzlich ohne Sat-Antenne und TV-Anschlusskabel kommt der Verbreitungsweg DVB-T2 HD aus. Hier wird das TVSignal wie man es auch vom UKW- und DAB+-Radio her kennt, über „Fernmeldetürme“ verbreitet. Für den Empfang genügt in Ballungsräumen eine einfache Zimmerantenne, die es schon für rund 15 Euro zu kaufen gibt. Nachteil: DVBT2 HD ist per Zimmerantenne nicht überall in Deutschland zu empfangen. Gerade wer nicht in einem Ballungsgebiet wohnt, benötigt unter Umständen eine größere (Dach)-Antenne oder hat gar keinen DVB-T2-Empfang. 


Das Programmangebot via DVB-T2 HD ist ebenfalls von Region zu Region unterschiedlich. Wenn Sie die privaten TV-Sender wie RTL oder ProSieben- Sat1 über DVB-T2 HD sehen möchten, müssen Sie sich beim Anbieter freenetTV hierfür registrieren. Für den Empfang von DVB-T2 HD und FreenetTV sind die heutigen TV-Geräte in der Regel bereits vorbereitet. Zur Entschlüsselung von FreenetTV ist dann nur noch ein CI+-Modul oder ein für freenetTV-zertifizierter Receiver nötig. Ein Abo für freenetTV kostet aktuell 7,99 Euro im Monat beziehungsweise 99 Euro für ein Jahr.   


IPTV – Fernsehen über das Internet 

 

Ein sehr beliebter TV-Empfangsweg ist das Internet. Über die klassischen Internetanbieter wie Telekom und Vodafone können Sie die Angebote „MagentaTV“ und „GigaTV“ buchen. Zum Empfang wird Ihnen dann in der Regel eine separate TV-Empfangsbox für den Anschluss an den TV zur Verfügung gestellt. Zusätzlich können Sie nach Eingabe Ihrer Zugangsdaten dann auch das TV-Programm über die Apps der Anbieter auf dem Smartphone oder Tablet streamen. MagentaTV als größter IPTV-Anbieter bietet alle deutschen TV-Sender inklusive Pay-TV und viele weitere Spartensender. Das Angebot umfasst zudem viele exklusive Inhalte wie Spiele der Eishockey-Liga, dritte Fußball-Bundesliga oder Live-Konzerte.  

TV-Streaming per App und Webbrowser  


Eine weitere Möglichkeit um TV-Sendungen zu sehen, ist das Live-Streamen per Internet. Alle TV-Sender bieten hierfür entsprechende Angebote an. Auf den Internetseiten von ARD und ZDF können Sie beispielsweise direkt den aktuellen Live-Stream kostenfrei anschauen. ProSiebenSat1 bündelt seine Programme unter der Marke „Joyn“. Hier ist eine einmalige Registrierung per Mailadresse erforderlich. Wenn Sie die Sender der RTL-Familie über das Internet schauen möchten, müssen Sie ein Abo abschließen.  

Ebenfalls über das Internet können Sie die TV-Sender auch über Anbieter wie Zattoo oder Waipu.TV anschauen. Diese bieten diverse TV-Pakete an, die Sie über den Internetbrowser, per App oder einen HDMI-TV-Stick empfangen können. Wir haben in dieser Ausgabe beispielsweise den neuen Hybrid- TV-Stick für Waipu.TV und freenetTV getestet.   

Fazit

Mit dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs zum 30. Juni 2024 müssen sich betroffene Mieter selbst um ihren TV-Anschluss kümmern. Wer keinen Kabelanschluss mehr möchte und eine Satellitenanlage installieren kann, findet hier die günstigste Lösung für TV-Empfang. Wer in einem Ballungsraum wohnt und dem das Grundangebot ausreicht, ist mit DVB-T2 HD und freenetTV gut beraten. Deutlich mehr Auswahl haben Sie bei den IPTV-Anbietern MagentaTV, Vodafone, Zattoo und Waipu.TV. Hier benötigen Sie als technische Voraussetzung lediglich einen Internetanschluss. Hinzu kommen dann natürlich noch die monatlichen Kosten, der jeweiligen Anbieter. 

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