DJI ROMO P: Dieser Saug- und Wischroboter nimmt Ihnen die Hausarbeit ab
DJI ist bislang vor allem für seine Drohnen bekannt. Mit dem DJI ROMO P betritt der Hersteller nun auch den Markt der Premium-Saug- und Wischroboter. Im Praxistest musste der intelligente Haushaltshelfer zeigen, wie gut Saugleistung, Wischfunktion und Hinderniserkennung tatsächlich funktionieren. Besonders die Kamera-Navigation und die weitgehend autonome Basisstation versprechen eine deutliche Entlastung im Alltag.
Wir haben den DJI ROMO P mehrere Tage im Alltag getestet und geprüft, wie zuverlässig er Teppiche, Schuhe, Kabel und andere Hindernisse erkennt. Außerdem haben wir Akku, Lautstärke, Reinigungsleistung und App-Funktionen genauer unter die Lupe genommen.
Einzeltest: Smarter Saug- und Wischroboter DJI ROMO P
Der Samstagvormittag sieht bei mir in der Regel so aus; Aufstehen, Kaffee, Radio an und nach dem Frühstück ist Wohnung putzen und Wäsche angesagt. Das neue Testmuster von DJI soll mir zumindest bei der Wohnungsreinigung „helfen“. DJI bietet seinen Saug- und Wischroboter in drei verschiedenen Varianten an. Es gibt ihn mit weißer und transparenter Basistation sowie mit und ohne Bodengeruchs-Entfernfunktion. Wir haben für unseren Test, das größte Modell den ROMO P, bekommen.
Einrichtung und erste Inbetriebnahme des DJI ROMO P
Schon optisch wirkt der DJI ROMO P wie etwas ganz Besonderes. Im Karton befindet sich die transparente Basisstation, der Saugroboter, ein Netzkabel sowie zwei Kartuschen mit Reinigungsmittel. Nach dem Entfernen der Folien und dem Einsetzen der Kartuschen füllen wir im ersten Schritt den insgesamt 4 Liter umfassenden Frischwassertank. Im nächsten Schritt laden wir zunächst die DJI ROMO-App auf das Smartphone herunter. Diese verlangt nun das Anlegen eines Nutzerkontos und das Pairen per Bluetooth. Anschließend wählen Sie sich ins WLAN ein und können einen individuellen Namen vergeben. Unser Testmuster führte nun erstmal ein umfangreiches Firmwareupdate durch, das unter anderem auch weitere Benutzersprachen enthielt.
App, Reinigungsmodi und individuelle Einstellungen
Anschließend möchte der Roboter zunächst die Wohnfläche ermitteln und startet die Kartierung. In unserem Fall bei rund 50 Quadratmetern Fläche dauerte die komplette Ersteinrichtung etwa 30 Minuten. Hierbei werden vorhandene Teppiche oder Hindernisse zuverlässig erkannt und im Raumplan entsprechend markiert. Für seinen ersten Einsatz empfiehlt DJI zunächst eine Tiefenreinigung. Sie können aber auch zwischen den Optionen Tägliche Reinigung, Einmalig, Feinstaubsaugen, Küchenfett reinigen sowie Boden-Geruchsentfernung auswählen. Die App erlaubt natürlich auch das Anlegen von individuellen zeitgesteuerten Vorgängen und kann auch einzelne Räume spezifisch anfahren. Durch seine integrierte Kamera können Sie auf Wunsch auch eine „Fernvideo“-Funktion aktivieren. Unser Testmuster zieht sehr fleißig seine Runden und kehrt zwischendurch regelmäßig zurück zur Basisstation, um seine Pads zu reinigen oder frisches Wasser zu holen. Bei den verschiedenen Vorgängen verbraucht die Basisstation etwa 42 Watt für die Reinigung der Pads und während des Auswringens zeigte unser Messgerät rund 55 Watt Stromverbrauch an. Im Standby-Modus liegt der Verbrauch bei 1,5 Watt.
Wie gut ist die Hinderniserkennung des DJI ROMO P?
Wir haben unser Testmuster an verschiedenen Tagen saugen und wischen lassen und ihm auch manchmal kleine Hindernisse wie Schuhe oder Kleidungsstücke in den Weg gelegt. Dank der integrierten Kamera wurden diese zuverlässig erkannt und vom Roboter umfahren. Etwas mehr hatten wir uns beim Reinigen eines Ketchupflecks erhofft. Dieser wurde zunächst als Hindernis erkannt und anschließend im Wischvorgang auch überfahren. Dies hatte dann jedoch zur Folge, dass auf seinem Weg zur Basisstation unterwegs kleine Reste abgefallen sind und auch die Einfahrt der Basisstation sichtlich rote Flecken aufwies. Wer also hofft, dass ein Saug- und Wischroboter auch als echter Fleckenentferner fungieren kann, wird enttäuscht. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass dies auch kaum ein anderer Saug- und Wischroboter kann. Als weiteres Hindernis hatten wir ein kleines Seil herunterhängen lassen. Hier hat der DJI ROMO zunächst Halt gemacht, hat sich dann aber darin verfangen, so dass wir ihn händisch befreien mussten. Macht der Roboter wegen eines Hindernisses halt, oder er wird anders aufgehalten, merkt er sich seine Strecke und holt noch nicht gefahrene Räume im Übrigen nach.
Was uns besonders gut gefallen hat, sind die vielen Reinigungsfunktionen und Einstellmöglichkeiten. Sie können die Räume individuell konfigurieren, die Wassermenge, Intensität usw. einstellen und sehen regelmäßig, wo der Roboter gerade seinen Dienst verrichtet. Bei Ecken fährt er seine Seitenbürsten und Wischer aus, und kommt auch so gut mit Stuhlkanten oder Raumecken klar. Er verfügt zudem über eine Trocknungsfunktion, die die Staubbox nach jedem Reinigungsvorgang automatisch trocknet und so Schimmelbildung und Gerüche verhindert Mit einer Lautstärke von rund 50 dB stört der Roboter keine Nachbarn und kann auch abends oder frühmorgens fahren. Das Aufladen des integrierten Akkus, schaffte unser Testmuster in rund 2 Stunden bei einer Restkapazität von 8 Prozent. Für die „Tiefenreinigung“ verbrauchte er rund 35 Prozent Akku, bei einer Gesamtdauer von 100 Minuten.