Einzeltest: WLAN-Überwachungskamera Bticino Advance Pro
Der Sommer steht vor der Tür und damit auch die Zeit, in der man sich wieder häufiger draußen aufhält. Umso beruhigender ist es, das eigene Zuhause jederzeit im Blick zu behalten, egal ob vom Strand, aus dem Biergarten oder während einer Fahrradtour. Eine Indoor-Überwachungskamera kann hier für zusätzliche Sicherheit sorgen. Wir haben mit der Advance Pro von Bticino ein aktuelles Modell getestet.
Sichere Überwachung
Die Advance Pro wird von
Legrand* vertrieben, zu dessen Portfolio neben Bticino auch Marken wie Netatmo gehören. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 225 Euro ist die Advance Pro in den Farben Weiß und Schwarz erhältlich. Im Karton befinden sich neben der Kamera ein 1,8 Meter langes Anschlusskabel, ein Steckdosenadapter sowie ein QR-Code zur digitalen Bedienungsanleitung. Außerdem liegen Dübel und Schrauben für die Wand- oder Deckenmontage bei. Auf der Rückseite der Kamera ist der Registrierungscode für Apple HomeKit angebracht. Wir schauen uns im ersten Schritt die digitale Installationsanleitung an. Diese weist darauf hin, dass sich bereits eine microSD-Karte im Gerät befindet. Anschließend werden die möglichen Installationsarten (aufgestellt, Wand- oder Deckenmontage) erläutert. Damit die Gesichtserkennung optimal funktioniert, wird empfohlen, die Kamera in einer Höhe von etwa 0,8 Metern zu platzieren.
Schnelle Einrichtung
Im nächsten Schritt wird die Kamera an die Steckdose angeschlossen und die Einrichtung beginnt. Bevor es losgeht, müssen wir zunächst die kostenfreie App „Home + Security“ herunterladen. Diese fordert uns auf, ein Konto anzulegen. Ist dies erledigt, kann die Einrichtung starten. Wir wählen zunächst Bticino und anschließend die smarte Innenkamera Advance im Menü aus. Sobald die LEDs an der Kamera blinken und sie mit dem WLAN verbunden ist, können wir sie optional auch in Apple HomeKit einbinden. Dazu scannen wir den entsprechenden Code und wählen den gewünschten Raum aus. Abschließend vergeben wir noch einen individuellen Namen – fertig!
Umfangreiche App
Die App zeigt auf der Startseite das aktuelle Kamerabild an, das mit einem Sichtfeld von 130 Grad einen großen Bereich erfasst. Das angezeigte Bild der 4MP-Kamera mit 2K-Auflösung lässt sich zudem 16-fach zoomen. Einzelne Bereiche auszublenden, war in der aktuellen Firmware-Version allerdings nicht möglich. Wie bereits erwähnt, ist die Kamera mit einer intelligenten KI-Erkennung ausgestattet. Diese muss nach den ersten Einsätzen individuell angepasst werden. In unserem Test meldete sich die Kamera per Pushnachricht und informierte uns darüber, dass eine „unbekannte Person“ erkannt wurde. Anschließend kann man sich selbst identifizieren und festlegen, dass man der Besitzer der Kamera ist. Sie können auch bis zu 32 weitere Personen sowie Tiere als Profil hinterlegen. Ist die Überwachungsfunktion aktiviert, können Sie zudem festlegen, ob Aufzeichnungen gestartet werden sollen oder ob man lediglich per Pushnachricht informiert werden möchte. Befindet sich eine bekannte Person im Raum, schließt die Kamera ihre mechanische Linse und stoppt die Aufzeichnung. Alle Aktivitäten werden zudem in einer Zeitleiste angezeigt und können jederzeit nachvollzogen werden. Die Aufnahmen werden auf der integrierten 8 GB-Micro-SD-Karte gespeichert, können aber auch kostenpflichtig in einer Cloud archiviert werden. Zusätzlich bietet die Kamera auch eine Zwei-Wege-Audio-Kommunikation, eine Nachtsichtfunktion und lässt sich mit weiteren Produkten aus dem Netatmo-Sortiment kombinieren.
Die Kamera ist mit einer intelligenten KI-Erkennung ausgestattet. Innerhalb der App können Sie festlegen, wie Sie bei unbekannten Gesichtern, Menschen und Tieren informiert werden möchten.
Wird ein unbekanntes Gesicht oder Tier erkannt, werden Sie sofort per Pushnachricht informiert. In der App können Sie der Person ein Profil zuordnen.
Sie können dann auch festlegen, was künftig geschehen soll, wenn sich die jeweilige Person im Sichtfeld der Kamera befindet.
Dank flexibler Halterung können Sie die Kamera auch an der Wand montieren.
Die Kamera bietet Full-HD-Auflösung und einen 130° Blickwinkel.
Fazit
Die Bticino Advance Pro überzeugt im Test mit einer guten Bildqualität, zuverlässiger KI-Erkennung und durchdachten Privatsphäre-Funktionen. Besonders die Kombination aus lokaler Speicherung und intelligenter Gesichtserkennung hebt das Modell von vielen Einsteigerkameras ab. Wer bereits im Apple-Ökosystem unterwegs ist, profitiert zusätzlich von der Integration in Apple HomeKit.
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